Sonntag, 3. Juli 2016

Suchtdruck

Ich bin im Entzug. In 10 Tagen hab ich die 9 Wochen abgeschlossen. Gestern hatte ich meinen Alkoholrückfall. Und jetzt schreit alles in mir nach dem Deo, das in meiner Schublade liegt. Ich habe Angst.
Aber immerhin lebe ich noch.

Sonntag, 20. März 2016

Angespannt

Bin permanent angespannt. Will rauchen, trinken, heulen, kotzen, fressen, hungern, schreien, irgendwas kaputt machen, Deo schnüffeln, Tabletten schlucken, mir egal. Hauptsache, es hört auf. Diese Anspannung. Diese Angst, dass bald alles vorbei sein wird.

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Samstag, 19. März 2016

Verwährt

Würde so viel dafür geben, dass Alkohol meine Kehle herunterfließt, Deo in meine Lungen dringt und ich dich bei mir habe. Aber wie immer bleibt mir alles verwährt.

Freitag, 11. März 2016

Benommen/Genommen

Jeden Tag wird mir mehr genommen. Das Sternenmädchen hat mich verlassen, so getan, als wäre ich daran schuld (Bin ich das? Bin ich das nicht? Ich habe keine Ahnung)
Mit jedem Tag klammere ich mich mehr und mehr an das Narbenmädchen, mit dem ich - endlich - zusammen bin. Wenn sie da ist, wird in meinem Kopf ruhig. Oder zumindest ruhiger. Die letzte Male habe ich trotzdem geheult, wieder und wieder.
Meine Therapeutin will mich wegen meiner Deosucht und meines (dazugekommenen) Alkoholproblems in eine Entzugsklinik schicken. Vor kurzem haben wir endlich einen sehr wichtigen Grund für mein Verhalten gefunden - meinen verloren Zwilling.
Aber den habe ich jetzt auch verloren. Er wurde mir genommen. Wieder mal.
Und seitdem ertrage ich alles noch viel weniger.
Ich bin fast durchgehend benommen, benebelt, versuche, alles, um besser mit allem klar zu kommen.
Aber wie schon Prinz Pi sagte: "Mein Herz ist nie besoffen, auch, wenn die Beine torkeln"
Und verdammt, es ist so wahr.

Montag, 14. Dezember 2015

Klinge in der Zigarettenschachtel

"Hast du vielleicht mal 'ne Zise für mich?" Ich nicke, reiche dem Jungen mit den krassen Augen meine Zigarettenschachtel. Er bedankt sich, nimmt sich eine Zigarette raus. Dann bemerkt er die Klinge, die ich in den Deckel der Schachtel gelegt habe, sieht kurz nach, was genau es ist, klappt die Schachtel dann wieder zu und gibt sie mir kommentarlos zurück. Für einen Moment denke ich darüber nach, zu sagen Das ist 'ne Klinge, falls du das nicht kennst., entscheide mich dann aber dagegen. Er hat die Klinge gesehen und sagt nichts? 
Die Sache mit der Klinge ist einfach nur...eine Art Absicherung. Ich schneide mich seltener, ja, komme ein bisschen besser mit dem Druck klar, aber ich fühle mich einfach sicherer, wenn ich jederzeit eine Klinge griffbereit habe. Nur für den Fall. Nicht mehr.
Ich gebe zu, ich habe mir gewünscht, dass ich auf die Klinge angesprochen werde. Von dem Jungen mit den krassen Augen oder von irgendeinem anderen aus der Gruppe, es ist nicht das erste Mal, dass ich ihnen seelenruhig die Schachtel in die Hand drücke. Nicht, weil ich Aufmerksamkeit suche. Ich habe nur das Gefühl, dass sie Bescheid wissen müssen, so seltsam das auch klingt. Ich habe das Gefühl, sie zu belügen, wenn ich es ihnen nicht erzähle, auch, wenn es vermutlich nicht mal Sinn macht.
Ich habe zwar dem Kiffer zwar alles erzählt (von der Klinik, meiner Essstörung, meinem SVV, meinen zwei Suizidversuchen), aber seine Reaktion war ziemlich...enttäuschend, irgendwie gleichgültig, aber ich schiebe es weiterhin darauf, dass er total bekifft war.
Das alles macht nicht mal Sinn, dass ich mich wie eine Lügnerin fühle, einfach, weil sie es nicht wissen, was mit mir nicht alles nicht stimmt, aber...vielleicht weiß ja trotzdem jemand, was ich meine.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Ende [Ein etwas anderer Post]

Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. So viele, dunkle, dumpfe, schwere Gefühle. Erdrückend. Schwarz. Wie meine Haare, wenn auch gefärbt. Wie meine Klamotten. Wie mein Make-Up. Wie mein Nagellack. Wie mein Herz. Wie meine Seele. Wie mein ganzes, verdammtes Leben.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Jeden Tag dasselbe. Jahr für Jahr. Monat für Monat. Woche für Woche. Tag für Tag. Stunde für Stunde. Minute für Minute. Sekunde für Sekunde. Ihretwegen.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Das wird das Ende sein. Ihr Ende. Mein Ende. Das Ende aller, die je existiert haben, zumindest in meinem dunklen, dumpfen, schweren, erdrückenden, schwarzen Universum.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Schwarz. Wie der Griff des kleinen Taschenmessers in meiner Hand, das ich immer wieder sanft über meinen Arm fahren lasse, ohne, dass Blut fließt.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Ich drücke ein wenig fester, nur minimal. Aber es reicht, um meine Haut oberflächlich aufzuschneiden. Kleine, feine Blutperlen ruhen auf meiner Haut, ihr Anblick ist irgendwie beruhigend. Ich wische das Blut weg, lege das Messer beiseite.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Schwarz. Wie die kleine Pistole in meiner Jackentasche. Langsam ziehe ich sie heraus, entsichere sie. Kurz durchatmen, dann voller Wucht erst die Tür der Toilettenkabine, dann die Tür zum Foyer aufstoßen. Das Ende. Das wird das Ende sein. Ich schreie, schieße wild um mich. Es ist mir egal, wen ich treffe. Sie alle sind schuld. Alle. Überall ist Angst, Panik, Geschrei, Blut. Es gefällt mir. Ich kann sie kontrollieren. Töten. Ich kann tun und lassen was ich will. Und das tue ich auch. Kontrollieren. Töten. Erst sie, dann mich. Es knallt laut, als ich mir in den Kopf schieße. Und noch etwas hat geknallt. Damals vor vielen, vielen Jahren. Oder wird es erst passieren? Urknalltheorie. Mein Ende ist etwas anderes für euch und euer Universum: Der Anfang.



Ich probiere mich gerade ein wenig aus, was meine Texte, die eigentlich nicht für blogger gedacht sind, aus und wollte eure Meinung hören. Zum Vergleich sind hier meine beide Fanfiktion.de Accounts:
thedream
mitternachtssonne

Montag, 7. Dezember 2015

Suizid

Immer wieder diese Buchstabenkombinationen in meinem Kopf.

Suizid




Selbstmord




Freitod



Suicide



Sich umbringen 




Kill myself




Abschiedsbrief




Suicide note


Wieder und wieder hämmern sich diese Worte in meinen Kopf, unaufhörlich. Wann wird es aufhören? Wenn ich es tue?