Dieser Satz wurde mir entgegen geschleudert, vor ca. 3 Monaten, vielleicht auch vor 4, ich weiß es nicht, habe das Zeitgefühl verloren.
Die Sonde - eine Sache, die mir unendliche Angst bereitet, seit Jahren, egal, wie weit sie weg zu sein scheint. Und doch ist da dieser kleine Bruchteil, der sich die Sonde wünscht.
Und seitdem ist mein Leben noch mehr Achterbahn als zuvor. Ich esse "normal" (für meine Verhältnisse...regelmäßig passt wohl besser), drehe kurz durch und esse ein, zwei Tage nichts und gehe zurück zum regelmäßigen Essen. Repeat. Wieder und wieder. Immer noch auf der Jagd nach dem Rekord. Die Dünnste und Leichteste in der Klasse zu sein und auch notentechnisch Klassenbeste. Ich möchte dünner und leichter sein als Tinkerbell, ein Mädchen aus meiner neuen Klasse, die höchstwahrscheinlich ebenfalls essgestört ist. Ich möchte leichter sein als Tinkerbell und trotzdem Klassenbeste. Ich möchte nicht nur in einem die Beste sein und mich nur darauf konzentrieren. Das reicht nicht mehr. Ich brauche mehr und mehr und mehr, in dem ich die Beste sein kann. Aber auch das wird nicht reichen. Egal, was die Leute sagen.
Es ist egal, dass meine Therapeutin sagt, mein Tiefstgewicht ihr "Patientenrekord".
Es ist egal, dass ich bei einem Gewicht, das andere nicht mal unbedingt überleben, noch immer meine Tage bekomme.
Es ist egal, dass ich (vermutlich) Klassenbeste bin.
Es ist egal, dass ich auf Essen verzichte und Tinkerbell nicht.
Es ist egal, dass ich ein Buch geschrieben und (als e-book) veröffentlicht habe.
Es ist egal, dass meinen persönlichen Rekord im Deo-clean-sein aufgestellt habe.
Es ist egal, es ist egal, es ist egal.
Es reicht nicht.
Nie.
Ich bin nicht gut genug, zumindest für mich selbst.
Keine Sonde der Welt würde das ändern.
Und ich weiß nicht, warum ich das schreibe, warum das hier jemand lesen sollte, warum meine Gedanken so ein riesiges Durcheinander sind, aber das ist okay.
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