"Hast du vielleicht mal 'ne Zise für mich?" Ich nicke, reiche dem Jungen mit den krassen Augen meine Zigarettenschachtel. Er bedankt sich, nimmt sich eine Zigarette raus. Dann bemerkt er die Klinge, die ich in den Deckel der Schachtel gelegt habe, sieht kurz nach, was genau es ist, klappt die Schachtel dann wieder zu und gibt sie mir kommentarlos zurück. Für einen Moment denke ich darüber nach, zu sagen Das ist 'ne Klinge, falls du das nicht kennst., entscheide mich dann aber dagegen. Er hat die Klinge gesehen und sagt nichts?
Die Sache mit der Klinge ist einfach nur...eine Art Absicherung. Ich schneide mich seltener, ja, komme ein bisschen besser mit dem Druck klar, aber ich fühle mich einfach sicherer, wenn ich jederzeit eine Klinge griffbereit habe. Nur für den Fall. Nicht mehr.
Ich gebe zu, ich habe mir gewünscht, dass ich auf die Klinge angesprochen werde. Von dem Jungen mit den krassen Augen oder von irgendeinem anderen aus der Gruppe, es ist nicht das erste Mal, dass ich ihnen seelenruhig die Schachtel in die Hand drücke. Nicht, weil ich Aufmerksamkeit suche. Ich habe nur das Gefühl, dass sie Bescheid wissen müssen, so seltsam das auch klingt. Ich habe das Gefühl, sie zu belügen, wenn ich es ihnen nicht erzähle, auch, wenn es vermutlich nicht mal Sinn macht.
Ich habe zwar dem Kiffer zwar alles erzählt (von der Klinik, meiner Essstörung, meinem SVV, meinen zwei Suizidversuchen), aber seine Reaktion war ziemlich...enttäuschend, irgendwie gleichgültig, aber ich schiebe es weiterhin darauf, dass er total bekifft war.
Das alles macht nicht mal Sinn, dass ich mich wie eine Lügnerin fühle, einfach, weil sie es nicht wissen, was mit mir nicht alles nicht stimmt, aber...vielleicht weiß ja trotzdem jemand, was ich meine.
Montag, 14. Dezember 2015
Dienstag, 8. Dezember 2015
Ende [Ein etwas anderer Post]
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. So viele, dunkle, dumpfe, schwere Gefühle. Erdrückend. Schwarz. Wie meine Haare, wenn auch gefärbt. Wie meine Klamotten. Wie mein Make-Up. Wie mein Nagellack. Wie mein Herz. Wie meine Seele. Wie mein ganzes, verdammtes Leben.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Jeden Tag dasselbe. Jahr für Jahr. Monat für Monat. Woche für Woche. Tag für Tag. Stunde für Stunde. Minute für Minute. Sekunde für Sekunde. Ihretwegen.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Das wird das Ende sein. Ihr Ende. Mein Ende. Das Ende aller, die je existiert haben, zumindest in meinem dunklen, dumpfen, schweren, erdrückenden, schwarzen Universum.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Schwarz. Wie der Griff des kleinen Taschenmessers in meiner Hand, das ich immer wieder sanft über meinen Arm fahren lasse, ohne, dass Blut fließt.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Ich drücke ein wenig fester, nur minimal. Aber es reicht, um meine Haut oberflächlich aufzuschneiden. Kleine, feine Blutperlen ruhen auf meiner Haut, ihr Anblick ist irgendwie beruhigend. Ich wische das Blut weg, lege das Messer beiseite.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Schwarz. Wie die kleine Pistole in meiner Jackentasche. Langsam ziehe ich sie heraus, entsichere sie. Kurz durchatmen, dann voller Wucht erst die Tür der Toilettenkabine, dann die Tür zum Foyer aufstoßen. Das Ende. Das wird das Ende sein. Ich schreie, schieße wild um mich. Es ist mir egal, wen ich treffe. Sie alle sind schuld. Alle. Überall ist Angst, Panik, Geschrei, Blut. Es gefällt mir. Ich kann sie kontrollieren. Töten. Ich kann tun und lassen was ich will. Und das tue ich auch. Kontrollieren. Töten. Erst sie, dann mich. Es knallt laut, als ich mir in den Kopf schieße. Und noch etwas hat geknallt. Damals vor vielen, vielen Jahren. Oder wird es erst passieren? Urknalltheorie. Mein Ende ist etwas anderes für euch und euer Universum: Der Anfang.
Ich probiere mich gerade ein wenig aus, was meine Texte, die eigentlich nicht für blogger gedacht sind, aus und wollte eure Meinung hören. Zum Vergleich sind hier meine beide Fanfiktion.de Accounts:
thedream
mitternachtssonne
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Jeden Tag dasselbe. Jahr für Jahr. Monat für Monat. Woche für Woche. Tag für Tag. Stunde für Stunde. Minute für Minute. Sekunde für Sekunde. Ihretwegen.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Das wird das Ende sein. Ihr Ende. Mein Ende. Das Ende aller, die je existiert haben, zumindest in meinem dunklen, dumpfen, schweren, erdrückenden, schwarzen Universum.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Schwarz. Wie der Griff des kleinen Taschenmessers in meiner Hand, das ich immer wieder sanft über meinen Arm fahren lasse, ohne, dass Blut fließt.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Ich drücke ein wenig fester, nur minimal. Aber es reicht, um meine Haut oberflächlich aufzuschneiden. Kleine, feine Blutperlen ruhen auf meiner Haut, ihr Anblick ist irgendwie beruhigend. Ich wische das Blut weg, lege das Messer beiseite.
Wut. Hass. Dunkelheit. Frust. Schwarz. Wie die kleine Pistole in meiner Jackentasche. Langsam ziehe ich sie heraus, entsichere sie. Kurz durchatmen, dann voller Wucht erst die Tür der Toilettenkabine, dann die Tür zum Foyer aufstoßen. Das Ende. Das wird das Ende sein. Ich schreie, schieße wild um mich. Es ist mir egal, wen ich treffe. Sie alle sind schuld. Alle. Überall ist Angst, Panik, Geschrei, Blut. Es gefällt mir. Ich kann sie kontrollieren. Töten. Ich kann tun und lassen was ich will. Und das tue ich auch. Kontrollieren. Töten. Erst sie, dann mich. Es knallt laut, als ich mir in den Kopf schieße. Und noch etwas hat geknallt. Damals vor vielen, vielen Jahren. Oder wird es erst passieren? Urknalltheorie. Mein Ende ist etwas anderes für euch und euer Universum: Der Anfang.
Ich probiere mich gerade ein wenig aus, was meine Texte, die eigentlich nicht für blogger gedacht sind, aus und wollte eure Meinung hören. Zum Vergleich sind hier meine beide Fanfiktion.de Accounts:
thedream
mitternachtssonne
Montag, 7. Dezember 2015
Suizid
Immer wieder diese Buchstabenkombinationen in meinem Kopf.
Suizid
Suizid
Selbstmord
Freitod
Suicide
Sich umbringen
Kill myself
Abschiedsbrief
Suicide note
Wieder und wieder hämmern sich diese Worte in meinen Kopf, unaufhörlich. Wann wird es aufhören? Wenn ich es tue?
Sonntag, 6. Dezember 2015
Winter
Winter.
Ich habe den Winter immer geliebt.
Dann lief alles schief.
Im Winter 2013/2014 bin ich das erste Mal richtig tief in meine Essstörung gerutscht.
Im Winter 2014/2015 fingen meine Suizidgedanken an, im Winter 2015 war mein erster Selbstmordversuch(auch, wenn den meine Psychiaterin und meine Kunsttherapeutin den nicht so ganz ernst genommen haben)
Ich hatte gehofft, dass diesen Winter alles besser wird.
Oder zumindest ein Teil.
Aber jetzt wird es kälter.
Ich greife (wieder) öfter zum Deo, zum Alkohol, zur Klinge.
Und ich merke, wie die Gedanken der Essstörung wiederkommen.
Ich will wieder hungern.
Dünn sein.
Mich schön(er) fühlen.
Nicht mehr essen, tagelang.
Sehen, wie ich abnehme.
Doch das Schlimmste ist:
Nichts davon wird passieren.
Ich habe den Winter immer geliebt.
Dann lief alles schief.
Im Winter 2013/2014 bin ich das erste Mal richtig tief in meine Essstörung gerutscht.
Im Winter 2014/2015 fingen meine Suizidgedanken an, im Winter 2015 war mein erster Selbstmordversuch
Ich hatte gehofft, dass diesen Winter alles besser wird.
Oder zumindest ein Teil.
Aber jetzt wird es kälter.
Ich greife (wieder) öfter zum Deo, zum Alkohol, zur Klinge.
Und ich merke, wie die Gedanken der Essstörung wiederkommen.
Ich will wieder hungern.
Dünn sein.
Mich schön(er) fühlen.
Nicht mehr essen, tagelang.
Sehen, wie ich abnehme.
Doch das Schlimmste ist:
Nichts davon wird passieren.
Freitag, 4. Dezember 2015
Heartbreaking
(Ignoriert einfach sämtliche Grammatikfehler. Es fällt mir manchmal irgendwie leichter, auf Englisch zu schreiben, da interessieren mich die Grammatikfehler nicht wirklich.)
I'm sad again. I don't know why. Everything's heartbreaking.
The way the smoker turns around to look if the pothead is coming. The way his blue eyes are glowing for a moment. The way he smokes, laughs, talks - to everyone, but me. The way the pothead walks, nods to greet me without saying a word. The moment when they leave to smoke pot. The moment I stand there alone, kinda lost. The hope I have when I try to see one of those guys - no matter who - because I know it makes me feel a bit better although it doesn't make sense.
I'm sad again. I don't know why. Everything's heartbreaking.
The way they ask me for a cigarette. The way they all stand around me, talking, laughing, seeming happy while I don't say anything, try to be a part of something - of their group. I listen to them, watch them, try to remember every detail, just in case it'll be important one day. But no matter how hard I try to talk to them or to get accepted or something else, I fail. Sometimes, I think they've finally accepted me absolutely. When they give me their hands to greet me. When they ask what's my next lesson. When they ask me what I'm doing after school. When they call me by my name. When they look at me, just for a second. All these little things mean so much to me, it's pathetic.
I'm sad again. I don't know why. Everything's heartbreaking.
The thought that the scargirl will be back today. Even the thought that made me happy for such a long time is breaking my heart. I'm sick of having a heart which breaks so easily.
I'm sad again. I don't know why. Everything's heartbreaking.
The way the smoker turns around to look if the pothead is coming. The way his blue eyes are glowing for a moment. The way he smokes, laughs, talks - to everyone, but me. The way the pothead walks, nods to greet me without saying a word. The moment when they leave to smoke pot. The moment I stand there alone, kinda lost. The hope I have when I try to see one of those guys - no matter who - because I know it makes me feel a bit better although it doesn't make sense.
I'm sad again. I don't know why. Everything's heartbreaking.
The way they ask me for a cigarette. The way they all stand around me, talking, laughing, seeming happy while I don't say anything, try to be a part of something - of their group. I listen to them, watch them, try to remember every detail, just in case it'll be important one day. But no matter how hard I try to talk to them or to get accepted or something else, I fail. Sometimes, I think they've finally accepted me absolutely. When they give me their hands to greet me. When they ask what's my next lesson. When they ask me what I'm doing after school. When they call me by my name. When they look at me, just for a second. All these little things mean so much to me, it's pathetic.
I'm sad again. I don't know why. Everything's heartbreaking.
The thought that the scargirl will be back today. Even the thought that made me happy for such a long time is breaking my heart. I'm sick of having a heart which breaks so easily.
Donnerstag, 3. Dezember 2015
Dunkelrotes Blut
Ich sehe das Gummistiefelmädchen an, erzähle ihr, dass mich zurzeit nichts triggert, während mein Arm pocht. Sie sagt, dass doch gut sein. Ich stimme zu, wieder und wieder. Doch der wichtigste Teil - Aber das heißt auch, dass dieses Hoch wieder enden wird - und auch der zweitwichtigste Teil - Und zwar schon bald, sehr, sehr bald - bleiben mir im Hals stecken. Ich habe Angst davor, es auszusprechen, irgendwie. Genauso sehr, wie ich Angst davor habe, dem Gummistiefelmädchen zu sagen, dass ich mich gut eine halbe Stunde zuvor geschnitten hatte.
Ich packe die Klinge aus, schiebe den Ärmel hoch, atme kurz tief durch und setze dann, während mein Arm über der Toilettenschüssel schwebt, die Klinge an. Wieder und wieder. Fast lächelnd sehe ich dabei zu, wie dunkelrotes Blut aus meiner Haut tritt und dann, nach einem kurzen Moment, in dem es aus meinem Arm ruht, ihn langsam herunterrinnt. Ein Schnitt hier. Einer da. Wieder und wieder. Oberflächlich. Tief. Tiefer. Ein Tropfen Blut vermischt sich mit dem Wasser unter meinem Arm. Und noch einer. Das Blut, das aus mir heraustritt, ist dunkler als sonst, aber vielleicht liegt es nur am Licht. Und eben dieses Blut vermischt sich mit dem Wasser, färbt es hellrosa, dann immer dunkler, je mehr Blut hineintropft. Alles in mir schreit, mir den kompletten Arm aufzuschneiden und anschließend den anderen, alles aus mir heraus zu bluten. Aber ich reiße mich zusammen. Immerhin denken alle, ich bin nur pinkeln, also darf ich nicht zu lange weg sein. Also wickle ich schweren Herzens etwas Klopapier um die blutenden Schnitte, befestige es mit zwei Haargummis - wie ich es in letzter Zeit immer wieder getan habe -, packe die Klinge wieder ein und verlasse dann die Kabine .
Den ganzen Tag über pocht mein Arm, schmerzt irgendwie. Die Haargummis pressen sich in meine Haut, drücken mein Blut ab. Trotzdem zwinge ich mich wieder zum Lachen, versuche verzweifelt, mich abzulenken. Am Ende muss ich es einfach aufschreiben. Meine Sitznachbarin sieht, dass ich es auf Englisch schreibe und fragt, ob sie ihn lesen darf. Warum auch immer sage ich Ja. Irgendwie fühlt es sich gut an. Aber irgendwie auch nicht.
Ich packe die Klinge aus, schiebe den Ärmel hoch, atme kurz tief durch und setze dann, während mein Arm über der Toilettenschüssel schwebt, die Klinge an. Wieder und wieder. Fast lächelnd sehe ich dabei zu, wie dunkelrotes Blut aus meiner Haut tritt und dann, nach einem kurzen Moment, in dem es aus meinem Arm ruht, ihn langsam herunterrinnt. Ein Schnitt hier. Einer da. Wieder und wieder. Oberflächlich. Tief. Tiefer. Ein Tropfen Blut vermischt sich mit dem Wasser unter meinem Arm. Und noch einer. Das Blut, das aus mir heraustritt, ist dunkler als sonst, aber vielleicht liegt es nur am Licht. Und eben dieses Blut vermischt sich mit dem Wasser, färbt es hellrosa, dann immer dunkler, je mehr Blut hineintropft. Alles in mir schreit, mir den kompletten Arm aufzuschneiden und anschließend den anderen, alles aus mir heraus zu bluten. Aber ich reiße mich zusammen. Immerhin denken alle, ich bin nur pinkeln, also darf ich nicht zu lange weg sein. Also wickle ich schweren Herzens etwas Klopapier um die blutenden Schnitte, befestige es mit zwei Haargummis - wie ich es in letzter Zeit immer wieder getan habe -, packe die Klinge wieder ein und verlasse dann die Kabine .
Den ganzen Tag über pocht mein Arm, schmerzt irgendwie. Die Haargummis pressen sich in meine Haut, drücken mein Blut ab. Trotzdem zwinge ich mich wieder zum Lachen, versuche verzweifelt, mich abzulenken. Am Ende muss ich es einfach aufschreiben. Meine Sitznachbarin sieht, dass ich es auf Englisch schreibe und fragt, ob sie ihn lesen darf. Warum auch immer sage ich Ja. Irgendwie fühlt es sich gut an. Aber irgendwie auch nicht.
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